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Mittwoch, 29. Oktober 2008

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SCHIFFSDURCHZUG

  
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Nur wenige Schritte westlich der „Steinernen Brücke“ befindet sich der „Elektrische Schiffsdurchzug“.

Nach dem Bau der Steinernen Brücke, war es in Regensburg mit der freien Schiffahrt zu Ende. Durch die baulichen Eingriffe im Flußbett, hatte sich ein Höhenunterschied von 60 bis 70 cm vor der Brücke aufgestaut. Die Fließgeschwindigkeit der Donau war in diesem Bereich auf 15 Km/h angewachsen und die Strudeltiefe hatte 8,50 m erreicht. Der Druck auf die Stadt, für die Schiffahrt entweder eine Schlepphilfe zur Verfügung zu stellen oder das Schiffahrtshindernis „Brücke“ abzureißen, wurde somit immer größer.

1914 hat man dann mit der Planung und dem Bau dieser PA131212_243_2elektrischen Anlage begonnen. Da zeitgleich auch die Straßenbahn in Regensburg „das Laufen lernte“, wurden für den Antrieb des Durchzugs auch entsprechende Straßenbahn-Aggregate von Siemens verwendet, die dann selbstverständlich auch mit Gleichstrom aus dem Straßenbahnnetz angetrieben wurden.


Bis 1963 ist der Schiffsdurchzug erfolgreich in Betrieb gewesen. Dann aber wurde der Dienst der Straßenbahnen wieder eingestellt und damit auch dem Schiffsdurchzug die Stromversorgung entzogen. Außerdem waren die Schiffe zwischenzeitlich selbst mit stärkeren Motoren ausgerüstet und konnten das Hindernis in der Regel mit eigener Kraft bewältigen. Kurz darauf wurde schon mit dem Bau des Umgehungskanals und der Schleuse begonnen.

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Technische Daten der Anlage: (nach dem Prüfbuch von 1949)

Zugkraft:

5000 kg

Zuggeschwindigkeit:

15 m/min

Zuglänge: 

270 m

Seilquerschnitt:

22 mm

Bruchbelastung:

28.000 kg

 

Seilführung mit Spindel und Umlenkrollen

Seiltrommel:

Durchmesser 650 mm

Antrieb:

500 V Gleichstrom SSW

 

590428 N Typ GH 250

Leistung:

50 PS, 850 Umdrehungen pro Minute

Steuerung:

Straßenbahnfahrschalter (Kontroller)

Schneckengetriebe mit Stirnradübersetzung 100:1

Magnetbremse


              

 

 

 

 

 

 






Ausführliche technische und historische Beschreibung im Band 9 “Donau-Schiffahrt”
(siehe auch “Eigene Publikationen” bzw. “Buchbestellungen”)

Besichtigung nur nach Terminabsprache bzw. Vereinbarung.
(siehe AK Schiffahrts-Museum )

 

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